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Covid-Impfmeldung über AD Swiss – nahtlos aus dem Praxisinformationssystem vitomed von Vitodata

 

Das Impfgeschehen verlagert sich von dem Impfzentren zunehmend zu den Praxen und Apotheken. Diese sollen die Administration und Dokumentation möglichst mit bewährten Prozessen und Systemen umsetzen können. Dank der nahtlosen Integration in vitomed lassen sich COVID-19 Impfdaten automatisiert an das Impfmonitoring übermitteln und offizielle Covid-Zertifikate ausstellen.

 

Mit der Integration in vitomed werden dank weniger Klicks Ärztinnen und Ärzte wie auch das medizinische Personal entlastet. Ihre Beteiligung an der nationalen Impfkampagne wird effizient in die Praxisprozesse eingebunden und der zusätzliche Aufwand für die Impfmeldungen auf ein Minimum reduziert. Im gleichen Prozess können Covid-Zertifikate für die Patientinnen und Patienten ausgestellt und im vitomed Dokumenten Management abgelegt werden.

 

Wie funktionierts?

In vitomed wird per Mausklick das «Covid Impfung Formular» ausgewählt. Die vorausgefüllten Informationen werden ergänzt und mittels Klick auf «Speichern» an die AD Swiss Plattform gesendet. Die Daten werden sicher an das BAG bzw. an den Kanton übermittelt, und gleichzeitig wird der Impfnachweis bzw. das Covid-Zertifikat für den Patienten erstellt und in der Krankengeschichte abgelegt. Nun kann es dem Patienten ausgedruckt oder per HIN Mail Global übermittelt werden.

Das folgende Video zeigt den Ablauf im Zusammenspiel mit vitomed auf:

«Die Anbindung von ‹AD Swiss Covid-Impfen› an unsere Praxissoftware hat sich sehr bewährt», sagt Dr. med. Cornelia Meier. Sie ist Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin FMH und Co-Präsidentin der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn GAeSO. In ihrer Praxis wurden bereits rund 800 Covid-Impfungen durchgeführt. «Dank AD Swiss und der in ‹vitomed› integrierten Schnittstelle sind die Abläufe in administrativer Hinsicht deutlich einfacher, schlanker und praxistauglicher geworden.» Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Cornelia Meier

«Ich freue mich sehr, dass vitodata die Impfmeldung via AD Swiss Plattform von Beginn weg nahtlos in vitomed integriert hat», sagt der Geschäftsführer der AD Swiss, Michael Fickenscher. «Es zeigt sich hier, dass die Zusammenarbeit in der AD Swiss Community Früchte trägt, welche die Leistungserbringer in der Praxis ernten können.»

 

Impfmeldungen je nach Kanton zu prüfen – Testzertifikate für die ganze Schweiz

Was können Ärztinnen und Ärzte tun, die Covid-Impfungen durchführen? Wir empfehlen, die Lösung der AD Swiss in jenen Kantonen und mit jenen PIS einzusetzen, mit denen dies bereits möglich ist. Welche das sind, erfahren Sie laufend aktualisiert auf unserer Website.

Die Erstellung von Covid-Zertifikaten nach Antigen-Schnelltest über die gleiche Schnittstelle ist in allen Kantonen möglich. Mehr erfahren

 

Vitodata AG

Die Vitodata AG ist seit 1980 näher an der Praxis und durch ihre Geschichte mit dem Praxisalltag verbunden. Ihre weit verbreitete Praxissoftware vitomed sorgt in Schweizer Arztpraxen und Kliniken für mehr Behandlungsspielraum – ihre ganzheitlichen Lösungen und Services für eine rundum gesunde Praxis-IT. Von der einfachen Labor­ge­rä­te-­An­bin­dung über die voll ­ver­netz­te Pra­xis bis hin zur Kom­muni­ka­tion zwi­schen am­bu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Leis­tungs­er­brin­gern setzt vitomed in je­der Arzt­pra­xis und Kli­nik fri­sche Im­pul­se.

 

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«Wir müssen miteinander im Gespräch bleiben, um den Ball in das richtige Tor zu schieben»

 

Die Covid-19-Pandemie hat einen digitalen Entwicklungsschub ausgelöst. Im Interview berichtet Dr. med. Cornelia Meier von ihren Erfahrungen. Sie ist Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH und Co-Präsidentin der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn GAeSO. In ihrer Praxis nutzt sie seit Januar 2021 den Service «AD Swiss Covid-Impfen» und hat als Pilot-Nutzerin dessen Entwicklung begleitet.

 

Frau Dr. Meier, wie kam es zu Ihrer Zusammenarbeit mit der AD Swiss?

Aufgrund der schwierigen Entwicklungen in Bezug auf den nationalen Datenaustausch auf Ebene des elektronischen Patientendossiers, machten wir als kantonale Ärztegesellschaft unsere Mitglieder bereits vor längerer Zeit auf die Dienste von AD Swiss aufmerksam. Insbesondere weil für die Nutzung der Dienste von AD Swiss nicht zusätzliche Programme installiert werden müssen, sondern die Leistungserbringer durch ihren HIN Anschluss bereits «ready» für die weiteren Zugänge sind.

Wir standen während dieser Pandemie früh und regelmässig im Austausch mit dem kantonalen Gesundheitsamt (GesA). So konnten wir auch die kantonalen Behörden überzeugen, dass die Akkreditierung von AD Swiss als Reporting Unit gegenüber Bund und Kanton für uns alle eine Win-win-Situation darstellt.

 

Sie waren bereits in der Pilotphase des Services «AD Swiss Covid-Impfen» mit dabei und haben Feedback eingebracht. Was war das für eine Erfahrung?

Wir konnten bereits ab Januar 2021 in fünf Pilotpraxen im Kanton Erfahrungen mit den Abläufen sammeln. Probleme konnten so 1:1 erfasst und zusammen mit AD Swiss analysiert werden, wo der Hebel für Verbesserungen angesetzt werden kann, bevor die Impfungen und die Prozesse dazu dann ab Mitte April in den Praxen eingeführt wurden. Es war eine rollende Entwicklung und im Rückblick auf das heute sehr gut funktionierende System eine gute Erfahrung. Es machte deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel und die Kommunikation auf beiden Seiten sind.

 

Wie nutzen Sie selbst heute «AD Swiss Covid-Impfen» in Ihrer Praxis?

Bis heute haben wir in unserer Praxis rund 800 Impfungen durchgeführt. Wir hatten in den Anfängen Impfnachmittage durchgeführt, um die grosse Anzahl derjenigen Impfwilligen abzuarbeiten, welche aus verschiedenen Gründen nicht in ein Impfzentrum gehen wollten. Dazu stand der ganze Betrieb zu Gunsten der Impforganisation still. Mittlerweile, mit den eingeübten Abläufen und den geschulten Mitarbeiterinnen, können wir täglich 20 bis 24 Impfungen neben laufendem Betrieb anbieten. Dabei sind nun dank AD Swiss und der in der Praxissoftware integrierten Schnittstelle die Abläufe in administrativer Hinsicht deutlich einfacher, schlanker und praxistauglicher geworden.

 

Welche Rückmeldungen haben Sie von anderen Solothurner Ärztinnen und Ärzten erhalten?

Es war wichtig, dass die Solothurner Ärzte und Ärztinnen durch die grossen administrativen Hürden von der Impfbestellung, der Registrierung bis hin zum Ausstellen der Impfzertifikate taugliche Anleitungen hatten und verlässliche Ansprechpartner bei Problemen. In den Anfängen gab es einige Kinderkrankheiten, die einem im Moment des Stresses mit 50 bis 60 erwartungsfrohen Impfwilligen in der Praxis, die coronakonform mit Abständen und in althergebrachter Freundlichkeit bedient werden wollten, einiges an Nerven abverlangte. Aber durch die Bereitschaft des AD Swiss Teams, auch in Nacht- und Nebelaktionen immer wieder neue Releases zu testen und bereit zu stellen und Serverkapazitäten zu Gunsten einer Geschwindigkeitserhöhung des Systems frei zu schaufeln, konnten brachliegende Nerven beruhigt werden. Letztlich waren die Rückmeldungen in Bezug auf die Unterstützung der AD Swiss Systeme nur positiv.

 

Stichwort Covid-Zertifikat: Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Auch in Bezug auf die Zertifikatsausstellung sind wir im Fachdialog mit dem Kanton eng eingebunden. Es ist sinnvoll, dass diejenige Stelle, welche die Personen geimpft und somit die Personendaten erfasst hat, auch das Zertifikat dazu ausstellt. So haben die meisten Praxen die Zertifikate von vor dem 30. Juni 2021 Geimpften auch nachträglich ausgestellt. Da war es eine grosse Hilfe, dass dies im System von AD Swiss schliesslich im vereinfachten Verfahren quasi «auf Knopfdruck» inkl. Versand über den Bund möglich war.

 

Der Kanton Solothurn hat bereits früh die AD Swiss als sogenannte «Reporting Unit» autorisiert, damit der Service «AD Swiss Covid-Impfen» von den Ärztinnen und Ärzten im Kanton genutzt werden konnte. Was raten Sie Kolleginnen und Kollegen in jenen Kantonen, die noch nicht autorisiert sind?

Wie gesagt, waren wir bereits ab Beginn der Pandemie sehr eng in den Fachdialogen mit dem Kanton eingebunden. So konnten wir den Wunsch anbringen, AD Swiss als Reporting Unit zu akkreditieren und konnten auch den Kontakt vermitteln. Ich denke, dass sich im Kanton Solothurn der etablierte, regelmässige Austausch mit den verschiedenen Stakeholdern bewährt hat. Klar sieht die politische Landschaft in jedem Kanton anders aus, aber wir kommen als Ärzteschaft nicht umhin, uns politisch besser zu vernetzen und im Gespräch zu bleiben.

 

Optimales Zusammenspiel der Systeme und Akteure für mehr Effizienz und Sicherheit im Praxisalltag

 

Sie haben die Integration von «AD Swiss Covid-Impfen» in die Praxissoftware angesprochen. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht und wie wichtig sind für Sie solche Integrationen und der Dialog mit IT-Partnern?

Die Anbindung von «AD Swiss Covid-Impfen» an unsere Praxissoftware vitomed hat sich sehr bewährt. Solche Integrationen bedeuten mehr Effizienz, mehr Qualität und durch den damit verbundenen Zeitgewinn – z.B. durch das nicht zweimalige Erfassen gleicher Daten – auch mehr Zeit für die direkte Patientenarbeit.

Ich arbeite seit 2002 nur noch digital in der Praxis. Dabei habe ich schon zweimal die ganze Anlage auf ein neues System migriert und kenne so verschiedene Praxissoftwares. Die Pandemie hat klar einen digitalen Entwicklungsschub ausgelöst und auch Ärzten aufgezeigt, was digital alles möglich ist. Ich sehe da die Zukunft. Wir können uns dem nicht verschliessen. Für mich ist die digitale Praxis mit einem gut eingespielten und definierten Workflow auch eine Frage der Effizienz und Sicherheit im Praxisalltag. In unserer Praxis sind wir mit den Leuten von Vitodata zusammengesessen und haben am System gefeilt und verändert, bis es auf unsere Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten zugeschnitten war. Einiges ist dann bei Vitodata auch in die weitere Entwicklung getragen worden.

 

AD Swiss und HIN sind Unternehmen, die sich durch die Beteiligungen von FMH und Ärztekasse in ärztlicher Hand befinden. Wie beurteilen Sie das Engagement der Ärzteschaft, solche IT-Dienstleister selbst zu gründen und zu finanzieren?

Ich denke, gerade auch aus der Erfahrung der rollenden Entwicklung aus der Impfadministration und Zertifikatsausstellung heraus, dass es sehr wichtig ist, dass hinter solchen Diensten dringend auch diejenigen stehen sollten, die sie letztendlich auch anwenden müssen. Nur so finden die Ansprüche des Praxisalltags effizient Eingang in die Abläufe.

 

Mit der fortschreitenden Digitalisierung nehmen auch die Risiken zu, dass sensible Daten geleakt, gehackt oder auch versehentlich gelöscht werden. Wie stellen Sie sicher, dass Patientendaten bei Ihnen jederzeit geschützt sind?

Wir sind mit Firewall und Antivirenprogrammen ausgerüstet, wir legen Wert auf das Durchführen der regelmässigen Updates der Systeme, die Vitodata wartet den Server regelmässig mehrmals jährlich. Zweimal pro Tag erfolgt eine Sicherheitsspeicherung auf einem externen Server. Die Mitarbeiterinnen werden immer wieder Awarenessprozessen unterzogen.

Hinsichtlich der Revision des Datenschutzgesetzes machen wir uns bereits Gedanken und erwägen ab 2022 auf einen erweiterten Schutz zu wechseln mit der Möglichkeit der schriftlichen Einwilligung der Patienten für die elektronische Weiterverarbeitung von Daten mittels Eingabe am Unterschriften-PAD und anschliessender Direkt-Abspeicherung.

 

Als Ärztin wollen Sie sich auf medizinische Themen und Behandlung Ihrer Patientinnen und Patienten konzentrieren können. Wo könnten digitale Lösungen Sie und Ihre Mitarbeitenden noch mehr entlasten?

Meine Wunschthemen: automatisierte Ablage der Patientenberichte in den Primärsystemen, funktionierende digitale Formulare, Offenlegung der gesicherten Mailadressen von Vertrauensärztlichen Diensten (da schicken wir in Ermangelung der Mailadressen immer noch Papier in der Weltgegend rum), einfachere Einbindung von medizinischen Geräten in die Praxissoftware ohne jedes Mal einen finanziell schmerzenden, wiederkehrenden Aufwand für die goldenen Schnittstellen verkraften zu müssen und im Pingpong mit den Firmen darum verhandeln zu müssen … darf ich weiter wünschen? Wie gesagt, sehe ich Potential, indem auch vermehrt Formulare zu Unfallversicherungsanfragen oder von Taggeldversicherungen/Krankenkassen automatisiert ausgefüllt werden. In diesem Bereich ist der administrative Aufwand enorm gewachsen. Zu jeder Medikamentenabgabe wünscht die Krankenkasse mittlerweile eine Stellungnahme, um allfällige Limitationen ausloten zu können.

 

Wie beurteilen Sie den Nutzen des elektronischen Patientendossiers (EPD) und die Bedeutung von komplementären Services, welche ergänzend zum EPD eingesetzt werden?

Ich schaue dem EPD etwas skeptisch entgegen und fürchte eine drohende PDF-Wüste, wenn das Dossier nicht vom Patienten, soweit er kann, gepflegt wird. Wahrscheinlich braucht er allerdings gewisse Hilfe dazu in dem Fachausdruckdschungel, und nachdem wir bereits seitens Kassen etc. bestens mit administrativer Arbeit eingedeckt sind, wird unsere Zeit für solche Arbeiten nicht mehr. All dies geht an der Zeit im direkten Patientenkontakt verloren. Da heisst es abwägen. Hingegen sehe ich in den erwähnten Services noch viel Potential. Sobald diese automatisiert die Daten von den Primärsystemen abgreifen können, wird das eine brauchbare Flughöhe erreichen. Ansonsten bin ich schneller damit, ein Rp aus den Daten der digitalen KG zu generieren und per Mail an die Apotheke zu schicken. Desgleichen mit Zuweisungsberichten, welche ich mit Dragon im Diktiersystem schreiben lasse und ruckzuck verschicke. Da müssen wir alle im Gespräch bleiben, um den Ball in das richtige Tor zu schieben.

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13.08.2021: Neuer Service der AD Swiss: Covid-Zertifikat nach Antigen-Schnelltest in allen Kantonen

 

Dank der neuen Lösung lassen sich jetzt auch Covid-Zertifikate basierend auf Antigen-Schnelltests ausstellen. Der Service kann per AD Swiss Convenience Interface oder direkt aus der Praxissoftware heraus verwendet werden und ist in allen Kantonen zugelassen.

 

Viele Leistungserbringer kennen bereits den Service AD Swiss Covid-Impfen und setzen diesen erfolgreich in der Praxis ein. Neu ist es auf demselben Weg möglich, auch Testbefunde für Antigen-Schnelltests zu erfassen und Covid-Zertifikate für Patientinnen und Patienten auszustellen. Die entsprechende Statistikmeldung ist noch in Arbeit.

«Nach der erfolgreichen Umsetzung des “Covid-Zertifikats für Geimpfte” mit AD Swiss war für uns das “Covid-Zertifikat für Getestete” der logische nächste Schritt», erklärt Michael Fickenscher, Geschäftsführer (CEO) der AD Swiss Net AG. «Besonders freut es mich, dass unsere Kunden diesen Service in der ganzen Schweiz ohne spezielle Autorisierung durch den Kanton verwenden können.»

 

AD Swiss Antigen Schnelltest Zertifikat – ein Service mit vielen Vorteilen

  • Vereinfacht den bisherigen manuellen und umständlichen Ausstellungsprozess über die Website des BAG
  • Der Prozess wird direkt aus der Krankengeschichte (KG) des Patienten im Primärsystem (PIS) gestartet
  • Patienten- und Leistungserbringer-Daten werden automatisch aus dem PIS übernommen und per Schnittstelle ans BAG übermittelt
  • Authentisierung mit HIN Identität (eID) – eine umständliche 2.-Faktor-Eingabe entfällt (analog dem Covid-Impfen Hub)
  • Automatische Lieferung des Covid-Zertifikats auf die App des/der Patienten/in (In-App Delivery)
  • Automatischer Import des Covid-Zertifikats in die KG des Patienten im PIS
  • Kannn über die bestehende AD Swiss Schnittstelle (Service AD Swiss Covid-Impfen) in allen angeschlossenen PIS ohne Änderungen sofort verwendet werden
  • Steht in allen Kantonen zur Verfügung (AD Swiss Covid-Impfen weiterhin nur in autorisierten Kantonen)
  • AD Swiss stellt Leistungserbringern den Service kostenlos zur Verfügung (es können Gebühren seitens PIS-Anbieter anfallen)

Der Service der AD Swiss erleichtert Fachpersonen und Mitarbeitenden die Administration von Antigen-Schnelltests. Dank der bereits bestehenden Integration in viele gängige Praxissoftwares sparen Leistungserbringer noch mehr Zeit, und durch die Nutzung bewährter und etablierter Systeme sind Datenschutz und -sicherheit jederzeit gewährleistet.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Als Leistungserbringer nehmen Sie am besten Kontakt mit dem Hersteller ihres Primärsystems auf. Alle angeschlossenen PIS finden Sie auf unserer Website.

 

Weitere Informationen

Anleitung und häufige Fragen

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08.02.2021 (Update 28.08.): Meldung von Covid-Impfdaten direkt aus dem Primärsystem

Je mehr Impfstoff gegen Covid-19 verfügbar ist, desto stärker werden ambulante Leistungserbringer in die nationale Impfkampagne einbezogen. Um die Ärzteschaft dabei administrativ zu entlasten, stellt AD Swiss eine Lösung bereit, mit der Covid-Impfdaten direkt aus dem Primärsystem ans BAG gemeldet werden können. Was es damit auf sich hat, verrät Peer Hostettler, Leiter Vertrieb AD Swiss und Mitglied der Geschäftsleitung von HIN.

 

AD Swiss: Die AD Swiss ist daran, die Übermittlung von Impfdaten ans BAG zu vereinfachen. Was hat es damit auf sich?

Peer Hostettler: Die Ärzteschaft hatte bereits vor Covid-19 alle Hände voll zu tun, nun ist sie auch noch bei der Bewältigung der Pandemie zusätzlich gefordert – etwa durch die bevorstehende Ausweitung der Impfkampagne auf ambulante Leistungserbringer. Dabei wollen wir die Ärztinnen und Ärzte so stark wie möglich entlasten – dafür setzen wir uns als ärzteeigener Anbieter ein.

 

Was kann AD Swiss zur Vereinfachung beitragen?

Bereitstellung und Übermittlung von Daten ist unser Kerngeschäft, darin haben wir eine einzigartige Expertise. Daher ist es für uns klar, dass wir dort etwas beitragen können und wollen. Medizinische Daten müssen nicht nur sicher übermittelt werden, sondern wenn immer möglich in einem Format, das eine einfache Weiterbearbeitung und Nutzung erlaubt. Dafür setzen wir auf offene Schnittstellen und standardisierte Austauschformate. Wenn dieser Austausch dann noch automatisiert erfolgen kann, sind wir bei einer echten Vernetzung der Systeme. Und damit bei einer signifikanten Entlastung der Akteure.

 

Wie funktioniert die vereinfachte Übermittlung der Impfdaten?

Wir haben einen bestehenden Service der AD Swiss, das AD Swiss Convenience Interface (ADS CI), um die Funktion der Impfdaten-Übermittlung erweitert. Damit können Ärztinnen und Ärzte neben eZuweisungen oder eRezepten neu auch Covid-Impfungen aus ihrer Praxissoftware heraus erfassen und an das Impfmonitoring des Bundes übermitteln. Das Primärsystem sendet hierfür die aggregierten Daten an das ADS CI. Von dort werden die Daten sicher ans BAG-Monitoring übermittelt. Das ADS CI generiert zudem einen Impfnachweis für den Patienten mit allen vom BAG vorgegebenen Daten und liefert diesen an das Primärsystem zurück. Die Ärztin oder der Arzt kann diesen dann der Patientin oder dem Patienten aushändigen.

 

Was müssen Leistungserbringer unternehmen, welche die Lösung einsetzen wollen, und kostet das etwas?

Den Nutzern entstehen keine Kosten – abgesehen vom HIN Anschluss, den es für die Authentisierung beim ADS CI braucht und den ja die meisten bereits haben. Da die Schnittstelle zum ADS CI allen Anbietern von Primärsystemen offen steht, werden bald weitere Anbindungen hinzu kommen. Ärztinnen und Ärzte fragen daher am besten bei ihrem Softwareanbieter nach.

Update (Stand 26.08.2021): Anbieter und Kantone

Die Praxissoftwares folgender Anbieter unterstützen die Lösung bereits:

  • Ärztekasse (MediWin CB)
  • Ärztekasse (MediOnline)
  • Vitodata (vitomed)
  • amétiq (siMed)
  • TMR AG (WinMed)
  • Advanced Concepts AG (MedicalConcept)
  • Swisscom Health AG (triaMED)
  • Kern Concept AG (AESKULAP)
  • Compass IT AG (ePaad)
  • Gartenmann Software AG (PraxisDesktop)
Folgende Kantone haben AD Swiss als Meldeeinheit autorisiert:

  • Aargau
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Glarus
  • Graubünden
  • Luzern
  • Obwalden
  • Schwyz
  • Solothurn

Weitere Informationen:

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28.07.2021: EPD-Anbindung ans Praxisinformationssystem – mit AD Swiss und amétiq siMed optimal vorbereitet

 

Die amétiq AG wird künftig mit der AD Swiss das elektronische Patientendossier (EPD) an das Praxisinformationssystem amétiq siMed anbinden. Die langjährigen Ökosystem-Partner amétiq und AD Swiss teilen das Ziel, Leistungserbringern einen einfachen und sicheren Zugang zum EPD zu ermöglichen.

 

Sobald die Anbindung an das EPD durch die AD Swiss erfolgt ist, wird amétiq die nahtlose Integration in amétiq siMed umsetzen – ganz nach dem amétiq Motto, komplexes einfach zu machen – simple & elegant. Leistungserbringern empfiehlt amétiq zudem einen Beitritt in die AD Swiss EPD Gemeinschaft.

«Interoperabilität – also die Fähigkeit von Systemen, nahtlos zusammenzuarbeiten – ist im Gesundheitswesen das Gebot der Stunde. amétiq ist für uns ein wichtiger Partner und engagiert sich mit uns seit Beginn in der AD Swiss Community für nutzenstiftende eHealth Lösungen. Mit der Integration des EPD in amétiq siMed via AD Swiss ermöglichen wir es den Ärztinnen und Ärzten, aus ihrer gewohnten Praxissoftware heraus auf die EPDs ihrer Patienten zuzugreifen.»

Michael Fickenscher, Geschäftsführer (CEO), AD Swiss Net AG

 

«EPD-ready» mit amétiq und AD Swiss

Als innovatives Softwareunternehmen treibt amétiq die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran und verspricht ihren Kunden «eHealth-readyness» mit der Praxissoftware amétiq siMed. Dafür setzt amétiq bereits seit mehreren Jahren auf die hochsichere amétiq cloud und verfügt über entsprechende Erfahrungen in der Integration von komplexen eHealth-Lösungen. Dies sind ideale Voraussetzungen für die Anbindung ans EPD.

«Die Zusammenarbeit mit der AD Swiss ist eine Erfolgsgeschichte. Unser Ziel ist es, die Nutzung des EPDs für unsere Kunden äusserst komfortabel umzusetzen. amétiq Kunden sind bestens für das EPD vorbereitet.»

Markus Posti, Leiter Markt und Mitglied der Geschäftsleitung, amétiq medical ag

 

Weitere Informationen zur EPD-Anbindung finden Sie auch auf der Website von amétiq.

 

Bewährte Partnerschaft

amétiq ist Gründungsmitglied der AD Swiss Community und mit Markus Posti, Leiter Markt und Mitglied der Geschäftsleitung, im Vorstand vertreten. Die Partnerschaft zwischen amétiq und AD Swiss hat sich in der Vergangenheit mehrfach bewährt. Mehrere konkrete Projekte konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden:

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11.06.2021: Covid-Zertifikate einfach aus der Praxissoftware erstellen – sofern gewisse Bedingungen erfüllt sind

Ambulante Leistungserbringer werden Covid-Zertifikate künftig direkt aus der bestehenden Praxissoftware heraus erstellen können – jedoch nur, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Obschon der Bundesrat die ambulanten Leistungserbringer um Unterstützung bittet, autorisiert eine Mehrheit der Kantone weder die drei Verbands-assoziierten Plattformen documedis, abilis und AD Swiss, noch andere Dienstleister. Das müssen Zertifikats-Aussteller wissen.

Hausarztpraxen spielen beim Impfen der Bevölkerung gegen Covid-19 eine wichtige Rolle. Zu den Leistungen im Zusammenhang mit der Impfung gehören auch die Dokumentation für das Impfmonitoring des Bundes und/oder kantonale Impf-Systeme (vacme und oneDoc) sowie das Erstellen eines Impfnachweises zuhanden der geimpften Person. Dieser Impfnachweis wird künftig durch ein offizielles, international kompatibles Covid-Zertifikat ergänzt werden.

Covid-Zertifikate direkt aus der Praxissoftware erstellen

Eine effiziente Integration des gesamten Impfakts in die bestehenden Praxisprozesse – und damit verbunden eine Anbindung des Meldesystems an die verwendeten Primärsysteme der Leistungserbringer – ist der Trägerschaft der AD Swiss ein zentrales und vordringliches Anliegen. Deshalb wurde der bestehende Service der AD Swiss, das AD Swiss Convenience Interface (ADS CI), um gewisse Funktionalitäten erweitert. Dadurch können ambulante Leistungserbringer Covid-Zertifikate direkt aus ihrer Praxissoftware heraus erstellen – sofern gewisse Bedingungen erfüllt sind.

Die Lösung reduziert den Aufwand zum Erstellen der Covid-Zertifikate auf ein Minimum und stellt sicher, dass die Leistungserbringer keine zusätzlichen Services oder Applikationen einrichten oder installieren müssen. Den Nutzern entstehen keine Kosten – abgesehen vom HIN Anschluss, den die Meisten bereits haben.

Voraussetzungen für die Zertifikatserstellung aus dem PIS

Damit die Erstellung von Covid-Zertifikaten aus der Praxissoftware funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das PIS muss an AD Swiss angeschlossen sein
    Bereits integriert ist die Funktionalität in die Praxissoftwares der Hersteller Vitodata, amétiq, TMR, Ärztekasse Genossenschaft, Advanced Concepts und triaMED (Stand 11. Juni 2021). Fünf weitere Anbindungen sind in Vorbereitung. Damit wird eine Abdeckung von mehr als 80 Prozent der Leistungserbringer gewährleistet. Ist Ihre Praxissoftware noch nicht an AD Swiss angeschlossen? Fragen Sie direkt bei Ihrem Softwareanbieter nach dem aktuellen Stand.
  • Der Kanton muss AD Swiss autorisieren
    Damit Ärztinnen und Ärzte Covid-Zertifikate aus ihrer Praxissoftware heraus erstellen können, müssen die Kantone AD Swiss autorisieren. Bisher ist dies lediglich in den Kantonen Aargau, Glarus, Graubünden, Luzern, Obwalden, Schwyz und Solothurn erfolgt (Stand Anfang Juni 2021). Zwar sind auch hier weitere Autorisierungen in Vorbereitung, aber eine verbindliche Planung ist mit dem Grossteil der Kantone nicht möglich. Damit wird in der Mehrzahl der Kantone eine effiziente und schlanke Lösung für die ambulanten Leistungserbringer unnötig behindert.

«Eine Mehrheit der Kantone autorisiert weder die drei verbands-assoziierten Plattformen documedis, abilis und AD Swiss, noch andere Dienstleister. Damit verhindern die Kantone eine Lösung, die es den Leistungserbringern ermöglichen würde, Covid-Zertifikate effizient und in den von ihnen bereits genutzten Primärsystemen zu erstellen.»
Yvonne Gilli, Präsidentin FMH

 

Alternative Lösung

Leistungserbringer, welche Covid-Zertifikate aus einem der oben genannten Gründe nicht aus ihrer Praxissoftware heraus erstellen können, nutzen alternativ das vom BIT für Aussteller zur Verfügung gestellte System. Dazu kommt gemäss Angaben des BAG in einem ersten Schritt eine Webanwendung des BIT zum Einsatz. Die Authentisierung der Leistungserbringer erfolgt auch bei dieser Lösung mittels HIN Identitäten.

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20.05.2021: Covid-Impfmeldung über AD Swiss – direkt aus der Praxissoftware amétiq siMed

Arztpraxen sollen das hohe Impfaufkommen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie möglichst mit bewährten Prozessen und Systemen bewältigen können. amétiq siMed bietet die Möglichkeit der COVID-19 Impfdatenübermittlung automatisiert und direkt aus der Praxissoftware via AD Swiss an das Impfmonitoring des BAG bzw. der Kantone.

 

Die komfortable und intuitive Anwendung zur Übermittlung der Daten der COVID-Impfung kann in amétiq siMed einfach ausgewählt werden. Dabei wird das COVID-19 Impfformular ausgewählt und mit den notwendigen Daten des Patienten befüllt. Weitere Informationen können beliebig ergänzt werden.

Die Daten werden anschliessend über die AD Swiss Plattform sicher an das BAG bzw. an den Kanton übermittelt. Gleichzeitig wird der Impfnachweis für den Patienten erstellt und kann dem Patienten ausgehändigt und in der elektronischen Krankengeschichte abgelegt werden. Wie das funktioniert, sehen Sie im folgenden Video:

 

Schlanker automatisierter Prozess entlastet Ärztinnen und Ärzte

Mit dem schlanken und automatisierten Prozess werden Ärztinnen und Ärzte wie auch das Praxispersonal entlastet, ihre Beteiligung an der nationalen Impfkampagne effizient in die Praxisprozesse integriert und der zusätzliche Aufwand für die Impfmeldungen auf ein Minimum reduziert.

Die Arztpraxis Bergamin in Valbella GR hat den neuen Service erfolgreich im Einsatz und sieht der steigenden Anzahl von Covid-19 Impfungen entgegen: «Bereits während der Testphase war der reduzierte Aufwand spürbar», sagt die leitende MPA Jessica Loosli. Bei zu erwartendem höherem Impfaufkommen in ihrer Praxis erwarte sie durch den neuen Service eine signifikante Entlastung. «Auch die sichere Übermittlung der Daten ans BAG ist ein wichtiges Plus in diesem Prozess», fügt sie hinzu.

 

Einsatz je nach Kanton zu prüfen

«Ich bin beeindruckt, wie rasch und nahtlos amétiq die Impfmeldung via AD Swiss Plattform in ihre Systeme integriert hat», sagt Peer Hostettler von der AD Swiss. «Die Ärztinnen und Ärzte sind bei der Umsetzung der Covid-19 Impfkampagne stark gefordert. Durch das Melden aus der Praxissoftware heraus können wir sie dabei bestmöglich unterstützen.»

Was können Leistungserbringer tun, die bereits impfen oder in Kürze Impfstoff erhalten werden? Wir empfehlen, die Lösung der AD Swiss in jenen Kantonen und mit jenen PIS/KIS einzusetzen, mit denen dies bereits möglich ist. Welche das sind, erfahren Sie laufend aktualisiert auf unserer Website.

 

Die AD Swiss Community als Inkubator für die Umsetzung praktikabler Digitalisierungsvorhaben

amétiq ist Gründungsmitglied der AD Swiss Community. Die Community vereint das Know-how von Leistungserbringern sowie technischen, medizinischen und administrativen Dienstleistern. Diese haben sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam praxisnahe digitale Lösungen im Schweizer Gesundheitswesen zu erarbeiten. Ein wichtiges Projekt innerhalb der AD Swiss Community war die Umsetzung des integrierten sicheren Berichtsversands und -empfangs per HIN Mail in die Praxissoftware amétiq siMed.

 

amétiq siMed – die intuitive Praxissoftware

Die amétiq ist ein seit 2003 lokal in der Schweiz verankertes, inhabergeführtes und eigenständiges Software-Unternehmen mit mehr als 60 Mitarbeitenden. Mit amétiq siMed bietet es niedergelassenen Ärzt*innen und Therapeut*innen die cloudbasierte Praxissoftware, für die effiziente Administration ihrer Praxen – von der Terminierung bis zur Leistungsabrechnung, eine intuitive und moderne elektronische Krankengeschichte für alle Fachgebiete sowie vollintegrierte Erweiterungen für durchgängige und effiziente Praxisprozesse. Die sichere amétiq Private Cloud vernetzt die Praxen nahtlos mit vielen Partnern im medizinischen Ökosystem und macht die Praxen eHealth ready.

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17.04.2021: Immer mehr Kantone ermöglichen Covid-Impfmeldungen via AD Swiss

Immer mehr ambulante Leistungserbringer werden in die Covid-19-Impfkampagne einbezogen. Die AD Swiss und ihre Partner stellen Lösungen zur Verfügung, welche eine sichere und effiziente administrative Abwicklung des Impfvorgangs erleichtern. Noch sind diese jedoch nicht in allen Kantonen zugelassen.

 

Kaum ein Thema bewegt aktuell die Schweiz – und natürlich insbesondere das Gesundheitswesen – so stark wie die Covid-19-Impfung. Konzentrierte sich die Strategie des Bundes in einer ersten Phase auf Impfzentren und auf besonders gefährdete Personen, werden nun – mit zunehmender Verfügbarkeit von Impfstoff – auch bestehende Strukturen des Gesundheitswesens wie Arztpraxen und Apotheken immer stärker in die Impfkampagne des Bundes einbezogen.

Wenn das ambitionierte Ziel eingehalten werden soll, bis im Sommer 2021 allen in der Schweiz lebenden Personen eine Impfung anzubieten, ist diese Einbezug auch dringend nötig. Anders ausgedrückt: Ohne einen grossen Effort der ambulanten Leistungserbringer wird es, selbst wenn genügend Impfstoff vorrätig ist, keine rasche Durchimpfung der breiten Bevölkerung geben.

 

Zum Impfen zum Hausarzt

Hausärztinnen und Hausärzten kommt bei der Covid-19-Impfung eine wesentliche Rolle zu, wie Blaise Genton, Chefarzt der Poliklinik für Tropenmedizin, Reisen und Impfungen an der Unisanté und medizinischer Leiter der Impfkampagne im Kanton Waadt, kürzlich gegenüber der SÄZ erklärte. Sie kennen ihre Patientinnen und Patienten und deren Risikoprofil gut, zumal die Mehrheit der Bevölkerung in Manged-Care-Modellen versichert ist. Patientinnen und Patienten haben grosses Vertrauen in ihren medizinischen Rat, was einer unbegründeten Impfskepsis entgegenwirken kann.

Auch wenn auf politischer Ebene einige Fragen noch nicht abschliessend geklärt sind, so sind doch auf technischer und Prozess-Ebene schon viele Arbeiten am Laufen oder bereits umgesetzt, die es ambulanten Leistungserbringern erleichtern, die Impfung in ihre Abläufe zu integrieren. Die AD Swiss und HIN engagieren sich hier im Auftrag ihrer Trägerschaft für sichere und effiziente Lösungen, möglichst auf Basis von im Gesundheitswesen bereits etablierten Systemen und Standards.

 

Impfdaten mit AD Swiss erfassen und übermitteln

Zum jedem Impfvorgang gehört eine Meldung ans BAG bzw. den Kanton sowie das Erstellen eines Impfnachweises für die Patientin oder den Patienten. Die AD Swiss hat zu diesem Zweck eine Lösung implementiert, welche das Melden sowie das Generieren des Nachweises ermöglicht – sowohl mittels Online-Tool (AD Swiss Workspace) als auch tiefenintegriert in die Praxis- oder Spitalsoftware (PIS/KIS). Mit etablierten Anbietern wie der Ärztekasse, Vitodata, amétiq und TMR sind Integrationen bereits produktiv umgesetzt, die Schnittstelle steht für alle KIS/PIS-Anbieter offen.

Autorisierung von Meldeeinheiten

Die Umsetzung der Covid-19-Impfkampagne ist eine föderale Angelegenheit und fällt in die Zuständigkeit der Kantone. Diese bestimmen nach eigenem Ermessen, welche Meldeeinheiten («Reporting Units») in ihrem Gebiet zugelassen sind. Manche Kantone sind bei der Autorisierung zurückhaltend und setzen vorläufig ausschliesslich auf ihre eigenen Lösungen, so zum Beispiel Zürich und Bern. Einen anderen Ansatz verfolgt etwa der Kanton Aargau, der Anbieter auf Basis eines transparenten Anforderungskatalogs autorisiert. Das ermöglicht es impfenden Leistungserbringern, unter den vorhandenen Lösungen jene zu wählen, welche sich für sie am besten eignet.

«Impfen mit AD Swiss» bietet einige Vorteile. So weisen Meldungen aus den Praxen eine hohe Datenqualität auf, da viele Daten in der elektronischen Krankengeschichte bereits digital vorliegen. Da weniger Daten manuell übertragen oder abgetippt werden müssen, werden durch die automatisierte Übernahme aus dem System Fehlerquellen minimiert. Natürlich steigt dabei auch die Effizienz gegenüber dem manuellen Ausfüllen von Formularen signifikant. Durch die HIN Identität, die bei Lösungen der AD Swiss immer zum Einsatz kommt, ist zudem der Urheber einer Meldung immer eindeutig authentisiert, die Datenlieferung somit sauber dokumentiert und nachvollziehbar.

 

Einsatz je nach Kanton zu prüfen

Jeder Kanton muss zunächst die AD Swiss offiziell als Meldeeinheit autorisieren (siehe Box). Obwohl die AD Swiss sich in allen Kantonen um die Autorisierung bemüht, ist diese noch nicht überall erfolgt und die Lösung der AD Swiss somit, Stand Ende April, noch nicht schweizweit einsetzbar.

Was können Leistungserbringer tun, die bereits impfen oder in Kürze Impfstoff erhalten werden? Wir empfehlen, die Lösung der AD Swiss in jenen Kantonen und mit jenen PIS/KIS einzusetzen, mit denen dies bereits möglich ist. Welche das sind, erfahren Sie laufend aktualisiert auf unserer Website. Bei Fragen kontaktieren Sie Ihren Systemanbieter oder wenden Sie sich an den HIN Kundendienst.

 

Weitere Informationen

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18.01.2021: AD Swiss, HCI Solutions und Medi24: Gesetzeskonforme elektronische Arztrezepte sind nun auch in der Schweiz erhältlich

Rezepte werden bis heute entweder von Hand ausgestellt oder auf Papier gedruckt und mit einer rechtsgültigen Unterschrift eines Arztes versehen. Am 1. Januar 2020 ist Artikel 51 der eidgenössischen Arzneimittelverordnung (VAM) in Kraft getreten. Dieser ermöglicht das elektronische Übermitteln von Rezepten.

Die AD Swiss und HCI Solutions haben eine sichere Lösung entwickelt, welche die Anforderungen erfüllt. Die Medi24, führender Telemedizinanbieter der Schweiz, startet als erste ausstellende Arztpraxis mit einem Piloten.

Der Arzt authentisiert sich via seinem HIN Anschluss, auf Basis seiner EPDG-konformen elektronischen Identität (gesetzeskonform), und erstellt ein eRezept. Danach wählt der Patient eine Apotheke aus, die das verschlüsselte eRezept erhalten soll.

Zu Beginn der Pilotphase befinden sich Galenicare Apotheken (Amavita, Coop Vitality und Sunstore) und MediService im System. Das System ist aber offen für alle Apotheken, die sich beteiligen möchten. Mit dieser Offenheit gehen die AD Swiss und HCI Solutions neue Wege. Grundvoraussetzung ist, dass der Patient jederzeit absolut freie Apothekenwahl geniesst.

Damit vereinfacht sich der Umgang mit Rezepten für alle Beteiligten. Unnötige Abholungen von Papierrezepten in der Arztpraxis – wie auch Scannen, Faxen und Mailen – entfallen. Das System ist gegen Missbrauch und Mehrfacheinlösung sehr gut geschützt.

 

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28.12.2020: Interview mit CEO Michael Fickenscher in «DEFACTO»

«DEFACTO», das Magazin der MCO Argomed, hat in der Ausgabe vom Dezember 2020 ein Interview mit AD Swiss Geschäftsführer Michael Fickenscher sowie Hausarzt Gregor Dufner und Lukas Wenger, Leiter E-Health Argomed, publiziert. Hier die Aussagen unseres CEO in Auszügen:

  • Zum Prinzip der «doppelten Freiwilligkeit»:
    «Das EPD ist das Ergebnis einer politischen Willensbildung. Das müssen wir so akzeptieren wie es ist, ohne es zu bewerten. Ich bezweifle zudem, dass der Zwang die bessere Alternative ist. Die AD Swiss bietet ein günstiges EPD für ambulante Leistungserbringer, auch wenn es noch nicht Pflicht ist. Und wir haben Mitglieder, die eigentlich nicht müssen.»
     
  • Zur Akzeptanz digitaler Lösungen bei Gesundheitsfachpersonen und Bevölkerung:
    «Ich bin überzeugt, dass der Nutzen des EPD im Verlauf der Zeit in allen Kreisen zunehmend erkannt wird [… und] dass die Akzeptanz in den nächsten Jahren zunehmen wird, nicht zuletzt, weil die Patienten konkret erfahren werden, was die Digitalisierung im Alltag für Vorteile bringt.»
     
  • Zum Nutzen des EPD für Patienten und Leistungserbringer:
    «Der Gesetzgeber hat das EPD primär aus der Perspektive des Patienten konzipiert. Das heisst: Der Patient bestimmt, welche Dokumente ins EPD kommen und welche nicht und welche Leistungserbringer diese einsehen dürfen. Neben dem EPD bieten die (Stamm-)Gemeinschaften sog. Zusatzdienste an. Bei der AD Swiss kann man diese heute schon nutzen, wie z.B. die eZuweisung oder das eRezept. Hier wird der konkrete Nutzen für Leistungserbringer entstehen. Die für den Patienten interessanten Dokumente können dann von den Zusatzdiensten automatisch ins EPD geladen werden.»
     
  • Zur aktuellen Entwicklung im Bereich E-Health:
    «Wir sind gut unterwegs und stossen auf offene Ohren und auf eine gewisse Experimentierbereitschaft, vor allem auch seitens der Leistungserbringer und ihrer Verbände. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil ein eHealth-System von der Basis her entwickelt und aufgebaut werden muss. Das ist politisch nachhaltiger und stabiler. Auch im Hinblick auf künftige Investitionen in die Digitalisierung der Medizin.»

Das ganze Interview finden Sie in «DEFACTO» 03/2020 (PDF) ab S. 13.

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